Die Methode

 

Menschen denken, fühlen, handeln. Sie kommunizieren, bewerten und entscheiden. Sie lernen, vergessen und erinnern sich. Sie sind begeistert oder lehnen ab. Sie sind ambivalent. All das führt zu Erfahrungen und Erkenntnissen. Die Erfahrungen von Mitarbeitenden bilden wichtiges Kapital, das dem Unternehmen erhalten bleiben sollte. Erfahrungen sind Erinnerungen, die mit Erlebnissen verbunden sind. Persönliche Erfahrungen von Mitarbeitende sind oft sogar wichtiger als explizites Wissen. 

 

Mit unserem Verfahren können wir „wichtiges „ von „unwichtigem“ Erfahrungswissen unterscheiden.

 

Für uns steht nicht das "Was" einer Tätigkeit im Vordergrund. Dieses "Was" ist explizit in der Organisationsstruktur - meist elektronisch - abgelegt. Wir interessieren uns speziell für das "Wie" von Tätigkeiten und Beziehungsgestaltungen.

 

Wir fokusieren uns mit unserer Interviewtechnik nicht auf das "prozedurale" Gedächtnis, in dem Fertigkeiten gespeichert sind, sondern auf das "episodische" und "sematische" Gedächtnis des Mitarbeitenden , in dem Ereignisse aus  dem Berufsleben gespeichert sind.

 

Zum Beispiel können Erfahrungen in der Mitarbeiterführung wichtig sein. Erfahrungen beim Aufbau und Unterhalt von Kundenbeziehungen. Erfahrungen im Umgang mit Fehlern und der Qualitätssicherung. Erfahrungen mit informellen Prozessen und der Kultur des Unternehmens. Wir interessieren uns auch für die (zwischen- ) menschlichen Erfahrungen.

 

Wir erarbeiten Antworten auf die Fragen „ Welche Erfahrungen wurden mit welchen Tätigkeiten und welchen Personen gemacht? Welches informelle Wissen wurde  angeeignet?“

 

Es wäre vermessen zu behaupten, wir könnten das gesamte Erfahrungswissen einer - möglicherweise langjährig beschäftigten - Person erfassen, dokumentieren und aufbereiten. Wertvoll sind nicht alle Erfahrungen eines Mitarbeitenden, sondern das für die für Unternehmen relevante. "Relevant" ist, was dem Unternehmen einen Mehrwert bringt.  

 

Technischer Ablauf:

 

In einem ersten Schritt erfassen wir mit dem Auftraggeber die organisatorischen Bereiche, in denen relevante Erfahrungen gemacht wurden. Im zweiten Schritt priorisieren die scheidenden Personen die aus ihrer Sicht wichtigsten Erfahrungsbereiche. Die daraus entstehende   Knowledge-Map ist Grundlage der Tiefeninterviews. Diese Interviews werden mit Video aufgezeichnet und aufbereitet. Die Menüführung mit Suchfunktion macht die Erfahrungsbilanz effizient und einfach nutzbar.

 

Zeitlicher Aufwand für die Auftraggener:

 

1 - 2 Stunden für Klärung des Auftrags und Bereitstellung von Dokumenten über das Unternehmen. Interview mit scheidender Person:

3 bis 6 Stunden (abhängig von der Komplexität der Tätigkeit, der Eloquenz sowie der Anstellungsdauer).

 

Kosten:

 

Die Kosten richten sich nach dem zeitlichen Aufwand, der abhängig von der Komplexität des Stellenprofils und der Anstellungsdauer.

 

Die Interviews werden im Unternehmen durchgeführt.